Ich bin verwirrt, aber das ist nicht das schlechteste.
Stromlos
15. September 2009Stromlos schreibt es sich schlecht wissenschaftliche Dinge, zumal der passende Soundtrack fehlt, beziehungsweise nur noch scheppernd aus den suboptimalen Laptop-Boxen tönt. Außerdem, weiß man wie lange der Zustand noch geht? Nein, deshalb sollte man den Akku schonen und den PC ausschalten. Schön! Ganz befreit kann ich mich also daran machen mein kreatives Chaos ganz ohne schlechtes Gewissen zu beseitigen. Sorgen bereitet mir das Gefrierfach, aber eigentlich ist es auch DIE Chance es mal ordentlich zu putzen, was sicherlich seit Anschaffung des Geräts nicht geschehen ist; dementsprechend dick ist die Eisschicht darin.
Eben rief mich eine Freundin an, überall in der Innenstadt wären die Ampeln aus, sie lachte dabei und verwies auf den Feierabendverkehr. Muss ein lustiger Anblick sein.
So, jetzt nichts wie Ressourcen schonen, Kerzen suchen und sich darüber freuen, dass man sich vorher instinktiv richtig entschieden hat, als man dem Supermarkt den Rücken kehrte, zur Bäckerei lief und Brot kaufte – anstatt der Zutaten zum Kartoffelgratin.
Schmetterling und Rückenwind
21. August 2009Vor zwei Tagen habe ich es erfolgreich geschafft mich unfreiwillig von der Kommunikation durch elektronische Post zu trennen. Ich ging dabei folgendermaßen vor (Nachmachen nur eingeschränkt empfehlenswert):
Schritt 1: In Gedankenaktionismus verfallen.
Zuerst dachte ich es wäre eine gute Idee mein Passwort zu erfrischen, wandte alle Regeln der Kunst an und erdachte mir ein neues, viel besseres Passwort.
Schritt 2: Taten folgen lassen.
Ist das Passwort erst erdacht, muss man es schaffen es zweimal in derselben Art und Weise in ein vorgefertigtes Formular einzugeben. Das brach mir beziehungsweise meinem, in statu nascendi begriffenen Passwort das Genick. Ich gab wohl zweimal ein Passwort ein, von dem ich nicht wusste wie man es schrieb, während ich im Geiste voll und ganz der Überzeugung war, ich würde das tolle, neue Passwort tippen.
Schritt 3: Wiegen in falscher Sicherheit.
Stolz war ich sogar auf das schöne Passwort und wollte es natürlich ausprobieren.
Schritt 4: Unsanft landen.
Bei der Erprobung des neuen Passworts fiel mir auf, das irgendetwas nicht in Ordnung war. Panikerfüllt hackte ich auf die Tastatur ein und testete verschiedene, mir plausibel erscheinende Möglichkeiten des Vertippens, inklusive der vielleicht aktivierten Kapitälchen-Feststelltaste… Blindlings habe ich das so oft getan, dass mein E-Mail-Konto vermutlich für den Zugriff gesperrt wurde.
Schritt 5: durch einen vermeintlich schlauen Rettungsversuch das vorerst letzte Glied in die Kette unglücklicher Umstände einhängen:
Vermeintlich guter Lösungsansatz 1: So tun, als hätte man das Passwort vergessen und den Anweisungen des E-Mail Providers Folge leisten. Ich entschied mich für die Version mir einen Freischaltcode auf eine alternative E-Mail-Adresse schicken zu lassen. Fazit: Schlecht, denn meine “kaputte” E-Mail-Adresse, holt die E-Mails der alternativen E-Mail-Adresse ab. Das mag manchmal auch Vorteile haben, welche das sind, habe ich momentan vergessen.
Schritt 6: Sackgasse bemerken.
Wenn das mit der alternativen E-Mail-Adresse nicht klappt, dann eben als SMS aufs Handy. Leider wird der Freischaltcode nur einmal generiert.
7. Schritt: Sich über das eigene Unvermögen ärgern:
Wie um alles in der Welt? Jetzt habe ich ein Problem.
8. Schritt: Gedanken an die eigene Unfähigkeit verdrängen und Lösungsansatz 2 erdenken.
Die Lösung ist in Angriff genommen, der Ausgang ungewiss. Ich harre leicht frustriert der Dinge.
Die Frustration wird ab jetzt über Bord geworfen, ich werde das temporäre Entkommen vor der E-Mail-Flut genießen und zwar entspannt und mit Rückenwind.

Wattekopf
27. Juli 2009Dank des Wattekopfs bin ich ums Arbeiten herumgekommen. Leider ist die Freizeitgestaltung mit Wattekopf etwas eingeschränkt, neigt er doch sehr zum Wehtun. Außerdem möchte man dem Rest der Welt einen Wattekopf ersparen, denn die sind gemein und ansteckend, und so meidet man also brav soziale Kontakte, die nicht übers Internet oder Telefon laufen. Das sind erstaunlich viele. Im Tausch gegen eine eventuell vermurkste Freizeitgestaltung habe ich mich den ganzen Tag hinter den Laptop geklemmt, fleißig getippt, recherchiert, zitiert und geflucht, was nicht ganz spurlos an mir vorüber ging. War das ein Dilemma? In solchen Momenten wünsche ich mir für einen Augenblick ich wäre besser im Netz integriert. Aber wirklich nur ganz kurz.
Halbkuriositäten und semisinnvoller Erkenntnisgewinn?
28. April 2009Warum der Tag um 17 Uhr endet, ich von manchen Dingen keine Ahnung habe, von denen ich aber eine haben sollte, manche Dinge einfach nicht so ernst nehme, experimentell an meinen Blutgewinnungsqualitäten feile, zu oft das sage, was ich denke, eine Birnenreifungsanlage auf meinem Schreibtisch installiert habe, jeden Tag als einzige den Briefkasten leere, jeden Morgen um 6.45 Uhr den Berg hochrenne und weitere Halbkuriositäten muss ich noch klären; auch wenn sich darüber streiten lässt, ob die Klärung solcher Dinge einem sinnvollen Wissenszuwachs oder gar einer wegweisenden Erkenntnis dienlich sind. Es geht ja im Leben nicht immer nur um objektiv sinnvolles und Neugewinn an Wissen…Wann höre ich endlich auf vernünftig zu sein?
Ostereierei
13. April 2009So, das Osterwochenende wäre also vorerst mal überlebt. Ein kurzer Aufenthalt in der Notaufnahme hat vielleicht dazu beigetragen.
Wo bin ich zuhause?
3. April 2009Meine IP-Adresse fühlt sich sehr heimisch in Herbelhausen; würde ich ihr trauen, dann müsste ich wohl zu dem Entschluss kommen, dass mir nur vorgegaukelt wird mich woanders zu befinden.
Die Kunst des Verreisens
25. März 2009In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona, auf der Chaussee,
da taten ihnen die Beine weh,
und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.
-Ringelnatz
Langweilige Busfahrten – möchten wir das?
18. März 2009Kaum saßen wir im Bus, fuhr er los – er war pünktlich. An jeder Haltestelle wurde laut und deutlich die jeweils passende Haltestelle angesagt. Die Route wurde exakt eingehalten, wir erlitten keine Schleudertraumata….
Halunken in Spelunken und eine Geschichte in spe
15. März 2009Über Halunken in Spelunken wurde schon zu schön gedichtet. Lest!
Morgen werden wir Bus fahren – ich werde berichten.
Verfasst von Freederike